Achtung Zeckensaison – Jetzt an FSME-Schutz denken!
Derzeit befinden wir uns mitten in der Zeckensaison. Gerade in den Sommermonaten sind Zecken in Wäldern, hohen Gräsern und Gärten besonders aktiv. Ein Zeckenstich kann FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose übertragen – beide Infektionen können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Was ist FSME?
FSME ist eine Virusinfektion, die Gehirn und Hirnhäute betreffen kann. Sie verläuft zunächst mit grippeähnlichen Beschwerden. Bei schweren Verläufen kann auch eine Meningitis auftreten, die sich z.B. mit hohem Fieber, Kopfschmerzen sowie Nackensteifheit und neurologischen Ausfällen zeigen kann. Die Prävention im Sinne der Impfung hat bei der FSME besondere Bedeutung, da es im Gegensatz zur Borreliose bislang keine spezifische Therapie gibt.
- In Bayern und vielen weiteren Regionen Deutschlands stuft das Robert Koch-Institut (RKI) weite Gebiete als FSME-Risikogebiet ein.
- Die FSME-Impfung wird allen Personen empfohlen, die sich regelmäßig in der Natur aufhalten – etwa beim Wandern, Joggen, Gärtnern oder Arbeiten im Freien- oder Haustiere halten.
Was ist Borreliose?
Borreliose (auch Lyme-Borreliose) ist eine bakterielle Infektion, die zu Beginn häufig mit einer ringförmigen Hautrötung – der sogenannten Wanderröte – auffallen kann. Unbehandelt kann sie zu Gelenk-, Nerven- oder Herzbeschwerden führen, lässt sich jedoch in der Regel gut mit Antibiotika behandeln.
Was Sie vorbeugend gegen Zeckenstiche tun können:
- Tragen Sie beim Aufenthalt in der Natur lange Kleidung und geschlossene Schuhe.
- Verwenden Sie Zeckenschutzmittel für Haut und Kleidung.
- Kontrollieren Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Grünen – besonders an warmen, weichen Stellen (z. B. Kniekehlen, Leisten, Ohren).
- Lassen Sie sich gegen FSME impfen, wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen oder sich regelmäßig dort aufhalten. Wir beraten Sie gerne!
Nach einem Zeckenstich gilt:
- Zecke am Kopf fassen (z. B. mit Zeckenkarte, Zeckenharken oder Pinzette), eine Manipulation des Körpers möglichst vermeiden und Zecke wenn möglich vollständig entfernen.
- Einstichstelle desinfizieren und regelmäßig beobachten. Eine Wanderröte kann bis zu 4 Wochen nach dem Stich auftreten und muss nicht unmittelbar an der Einstichstelle auftreten.
- Bei Symptomen wie Wanderröte oder grippeähnlichem Unwohlsein ärztlichen Rat einholen.
Bei Fragen zur Zeckenprophylaxe und FSME-Impfung sprechen Sie uns bitte an – wir beraten Sie gern!
Ihre Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Bad Endorf, Eiselfing & Halfing
